Karin Spitaler unterrichtet Naturwissenschaften an einer Oberschule in Bozen, ist Ehefrau und dreifache Mutter. Und, seit sie die Kulturgründe ihrer Familie übernommen hat, Nebenerwerbsbäuerin. Erst mit Weintrauben und Äpfel, seit einigen Jahren ganz im Zeichen des Apfels. Anfang der 2000er Jahre stellt die Naturwissenschaftslehrerin aus natürlicher Überzeugung auf Bio um, als erste in ihrer damaligen Genossenschaft. Mittlerweile sind ihr einige im näheren Umkreis gefolgt.

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„Ich bin eine Schönwetter-Bäuerin“ strahlt Karin. Damit sie ihre Berufe bestmöglich kombinieren, und möglichst bei gutem Wetter in der Wiese sein kann, hat sie die Apfelsorten dem Schulkalender angepasst. Sie beginnt ihre Ernte Anfang August mit den Royal Gala und schließt sie im September mit den Topaz und Evelina® ab. Damit das Mikroklima angenehm und das Räuber-Beute-Verhältnis für die Nützlinge günstig ist verzichtet sie auf Hagelnetze. „Ich verstehe, dass ein Vollerwerbsbauer aus Sicherheit auf Hagelnetze setzt und es ist klar, dass so die Wahrscheinlichkeit einer guten Ernte höher ist. Obwohl es rechnerisch günstiger wäre leiste ich mir und der Natur den Luxus auf die Netze zu verzichten. Auch da unsere Wiesen in einer glücklichen Lage sind.“ Anfangs hat sie riskiert, seit zehn Jahren versichert sie ihre Ernte gegen Frost und Hagel.

„Obwohl es rechnerisch günstiger wäre, leiste ich mir und der Natur den Luxus auf Hagelnetze zu verzichten. Auch da unsere Wiesen in einer glücklichen Lage sind.“

Ihr Mann Georg, beruflich in einer Bank, ist im Leben wie in der Wiese an Karins Seite. Sie setzen auf kleine, praktische Arbeitsgeräte wie eine elektrische Hebebühne. Diese kommt bei den verschiedensten Arbeiten im Jahreskreislauf wie dem Baumschnitt, dem aufhängen der Dispenser, der händischen Ausdünnung und der Ernte zum Einsatz – klick hier (https://biosuedtirol.com/12-monate) und erfahre mehr darüber.

Unterstützt werden die beiden von ihren Söhnen, 15 und 13 Jahre alt, wenn diese nicht gerade mit dem Rad oder auf dem Fußballfeld unterwegs sind. Die jüngste Tochter, 8, ist häufig als geistiger Beistand mit dabei. Immer läuft der Akku Betriebene Radio, der eigentlich nur einen Sender kennt: Ö1. Tolle Reportagen und tiefgründige Nachrichten erweitern den Horizont, halten informiert und begleiten Karin und Georg in ihrer Freizeit in der Wiese. Am liebsten bei strahlendem Sonnenschein.

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